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Visual Basic .Net
Der Nachfolger von Visual Basic 6 heißt nicht Visual Basic 7, sondern Visual Basic .Net. Das verdeutlicht, dass es sich nicht um eine neue Version von Visual Basic, sondern um eine vollkommen neue Programmiersprache handelt. Daher haben wir für VB.Net eine separate Rubrik eingerichtet, in der Sie alles Wichtige zu Visual Basic .Net finden können.
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Haben auch Sie bereits einen Tipp oder ein Projekt entwickelt oder sogar ein Tutorial zu Visual Basic .Net verfasst, und möchten es allen Interessenten hier präsentieren, melden Sie es uns doch einfach.
Anregungen oder Verbesserungsvorschläge bitte an Michael Werner.

Was ist .Net ? [ Top ]
.Net (sprich: "Dot Net") ist eine einheitliche Laufzeitumgebung, der Common Language Runtime (CLR), die von allen Visual Studio .Net-Programmiersprachen gemeinsam genutzt werden kann. Sie soll die Defizite der bisherigen COM-Plattform beheben und insbesondere das Programmieren von Internetanwendungen erleichtern, wobei zukünftig die Web Services und XML eine wichtige Rolle spielen sollen. Aber auch derjenige, die keine Internet-Programmierung machen möchte, erhält durch die leistungsfähige CLR viele Verbesserungen wie z.B. Vererbung, Multithreading, eine strukturierte Ausnahmebehandlung für das Abfangen von Laufzeitfehlern und viele neue sowie verbesserte Steuerelemente.
Common Language Runtime (CLR)
Es ist die einheitliche Laufzeitumgebung für alle .Net-Programmiersprachen, und sie unterliegen der Common Language Spezifikation (CLS). Visual Basic, C++ und C# (sprich: "Ci Scharp") sind somit absolut gleichberechtigte Sprachen, und es ist völlig gleichgültig, in welcher dieser Sprachen programmiert wird.
Net-Framework - Die Klassenbibliothek
Die gemeinsame Laufzeitumgebung heißt Net-Framework und besteht aus einer umfangreichen hierarchisch gegliederten Klassenbibliothek mit mehreren tausend Klassen und der Common Language Runtime (CLR), die das Ausführen der .Net-Anwendungen ermöglicht.
Das .Net-Framework ist derzeit nur für Windows verfügbar. Ziel ist es aber, dass Anwendungen, die mit der .Net-Technologie erstellten wurden, auf den verschiedensten Plattformen (Betriebssystemen) ausgeführt werden können.
Die .Net-Klassen sollen zukünftig die Win32-API ersetzen, wobei dies z.Zt. noch nicht in vollem Umfang erreicht ist. So gibt es z.B. Klassen für den normalen Dateizugriff, für Datenbanken, für den Zugriff auf das Internet, für den Windows-Programmierer die Windows-Forms Klassen und für den ASP.Net-Programmierer die Web-Forms Klassen. Auch ist echtes Multithreading, das man bei VB 6 vergeblich suchte, nun möglich. Aber ein Trost für alle API-Fans, die API's bleiben noch viele Jahre erhalten, und auch unter VB.Net können diese, sogar etwas einfacher als bisher (weil es kein "As Any" mehr gibt), über das Attribut DllImport aufgerufen werden.
Alle .Net-Klassen werden von allen .net-Programmiersprachen in gleicher Weise verwendet, wodurch ein Umsteigen von einer .Net-Sprache zu einer anderen wesentlich einfacher ist, da nur noch die jeweiligen Sprach-Elemente erlernt werden müssen.
Objektorientierte Programmierung (OOP)
.Net arbeitet konsequent objektorientiert (OOP), d.h. die Codierung läuft strikt über Klassen, deren Eigenschaften und Methoden. Daraus ergeben sich aus VB 6-Sicht neue Möglichkeiten wie z.B. die Vererbung von Klassen und ein "echtes" Multithreading.
Intermedial Language (IL)
Die Compiler für VB.Net, C++ und C# erzeugen einen Zwischencode, die Intermedial Language (IL), der von der Laufzeitumgebung (CLR) vor der Ausführung des Programms in Maschinecode kompiliert wird.
Eine so erstellte Exe- oder Dll-Datei enthält also keinen Maschinencode, sondern IL-Code. Dieser IL-Code wird vor der Ausführung des Programms durch den "Just In Time-Compiler" (JIT) der CLR in ausführbaren Maschinencode übersetzt.
Ein Programm, das mit einer .Net-Sprache entwickelt wurde, wird nun nicht mehr implementiert und dann kompiliert und steht dann als fertige Anwendung da, die ausgeliefert werden kann. Der Quellcode wird in .Net in eine für alle Sprachen gemeinsame Zwischensprache (IL) übersetzt. Die Übersetzung in Maschinencode wird beim ersten Start der Anwendung durchgeführt ("gejittet") und ab diesem Zeitpunkt ohne einen Interpreter ausgeführt.
Installation
Voraussetzung um VB.Net-Programme kompilieren und ausführen zu können, ist die Installation des .Net-Framework-SDK, das alle notwendigen Laufzeitdateien, Bibliotheken und den Compiler enthält. Das SDK (130 MB) kann direkt von Microsoft heruntergeladen werden, und ist kostenlos.
http://msdn.microsoft.com/net
Hier gibt es noch einen kostenlosen Editor, gedacht als Alternative zu Notepad sofern man nicht den Komfort des Visual Studio .Net besitzt:
http://www.icsharpcode.net/OpenSource/SD/Download/default.asp
Hardware-Voraussetzungen
Das SDK besitzt keine grafische Oberfläche und benötigt mindestens einen  Pentium 350 MHz mit 64 MB RAM. Die Hardware-Vorraussetzungen sind etwas höher, wenn man sich das Visual Studio .Net zulegt. So wird insbesondere mit mindesten 128 MB RAM mehr Arbeitspeicher und sehr viel Platz auf der Festplatte (ca. 1 GB nur für die Installation) benötigt.
Software-Voraussetzungen
Für die Entwicklungsumgebung wird mindestens Windows NT 4 mit SP 6a, besser jedoch Windows 2000 Professional oder Windows XP benötigt.
.Net-Anwendungen (nicht die Entwicklungsumgebung) laufen auch unter Windows 98, sofern sie keine Komponenten enthalten, die nur speziell unter Windows 2000 bzw. XP zur Verfügung stehen.
Nur Windows 95 bleibt ganz außen vor. Hier laufen keine .Net-Anwendungen.
Natürlich muss als Voraussetzung für die Lauffähigkeit von .Net-Anwendungen ab Windows 98, die Laufzeitumgebung von .Net, das .Net-Framework mit ca. 20 MB, aber nur einmalig (!), auf einem anderen Computer installiert werden.

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Letzte Aktualisierung: Montag, 23. Januar 2012